Eidgenössischer Schwingerverband / Association fédérale de lutte suisse

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Flüeler Jungschwingen Flüelen, 04.06.2026

Flüeler Jungschwingen 2026 – Ein Tag zwischen Tradition, Nervosität und grossem Stolz

Schon früh am Morgen lag über dem Festplatz in Flüelen eine besondere Stimmung. Noch bevor die ersten der total 444 Zuschauer eintrafen, standen die jungen Schwinger im Sägemehl, prüften ihre Hosen oder tauschten letzte Worte mit ihren Trainern und Kollegen. Der Blick auf den Urnersee, eingerahmt von den Bergen, machte einmal mehr deutlich, wie stark dieser Sport mit seiner Heimat verbunden ist.

Das Flüeler Jungschwingen 2026 war weit mehr als ein Wettkampf. Es war ein Treffpunkt für Familien, Freunde und Schwingbegeisterte aus der ganzen Region. Während aus der Festwirtschaft der Duft von Grilladen strömte, füllten sich die Zuschauerränge langsam mit erwartungsvollen Gesichtern für das pünktliche Anschwingen um 09.00 Uhr.

Für die jungen Athleten begann der Tag oft mit einer Mischung aus Vorfreude und Nervosität. Einige standen zum ersten Mal in einem Sägemehlring, insbesondere die die Nachwuchstalente aus der jüngsten Kategorie „Piccolo“ (2019/2020). Andere kannten die Abläufe bereits, doch für alle war es wie vor jedem Fest, ein besonderer Moment. Der Händedruck vor dem Gang, der Gang zum Brunnen, der konzentrierte Blick: Rituale, die auch im Nachwuchsbereich bereits tief verankert sind.

Insgesamt 222 Jungschwinger traten an um in 5 Kategorien um die begehrten Zweige zu kämpfen.

Zwischen den Gängen zeigte sich, was das Jungschwingen ausmacht. Es wurde gelacht, diskutiert und analysiert. Niederlagen wurden erstaunlich gefasst aufgenommen, Siege eher still, fast bescheiden gefeiert. Immer wieder sah man technische Leiter, die ruhig erklärten, aufbauten und motivierten. Der respektvolle Umgang miteinander war überall spürbar – auf und neben dem Platz.

Auch für das Publikum hatte der Tag einiges zu bieten. Spannende Zweikämpfe, überraschende Wendungen und viele emotionale Momente prägten das Geschehen. Besonders eindrücklich war die Unterstützung für die Jüngsten: Jeder gelungene Schwung wurde mit ehrlichem Applaus belohnt und jeder Einsatz anerkannt.

Im Verlauf des Tages entwickelte sich eine angenehme Leichtigkeit. Die Sonne zeigte sich zwischendurch, Kinder spielten rund um den Platz und Gespräche unter alten Bekannten gehörten genauso dazu wie das Mitfiebern bei den Gängen. Das Fest zeigte einmal mehr auf, wie sehr das Schwingen Menschen verbindet.

Als sich der Tag langsam dem Ende zuneigte, waren es nicht nur die Ranglisten, die in Erinnerung blieben. Vielmehr waren es die kleinen Geschichten: der erste gewonnene Gang, das aufmunternde Schulterklopfen nach einer Niederlage oder das stolze Lächeln eines Jungschwingers, der über sich hinausgewachsen war. Die ausgezeichneten Jungschwinger durften für ihre Leistungen ein schönes Trycheli entgegennehmen und auch alle anderen Teilnehmenden freuten sich über einen schönen Einheitspreis.

Auch Petrus war den Schwingern gut gesonnen, sämtliche Schlussgänge konnten bei trockenem Wetter durchgeführt werden:

Kategorie A, Jahrgänge 2011/2012

Der Gast aus dem Muotathal, Schelbert Tobias (2011) mit 49,50 konnte bereits nach 20 Sekunden, Rohrer Marco (2011), Kerns OW mit 48,25 durch Kurz und Nachdrücken am Boden besiegen.

Kategorie B, Jahrgänge 2013/2014

Der Urner Jauch Leandro (2013), SK Erstfeld mit 48,50 konnte nach etwas mehr als einer Minute seinen Gegner Reichmuth Mario (2013), Schwingerverband am Mythen SZ mit 48,50, durch rechten Gammen und Nachdrücken am Boden besiegen und sich als Kategoriensieger feiern lassen.

Kategorie C, Jahrgänge 2015/2016

Der Attinghauser Gisler Ben (2015) mit 48,75 steht in einem spannenden Schlussgang Lütolf Marius (2015), Rothenburg LU mit 48,50 gegenüber. Der Urner musste sich seinem Gegner aber nach 8 umkämpften Minuten, das Sägemehl vom Rücken putzen lassen.

Kategorie D, Jahrgänge 2017/2018

Fässler Tijs (2017), Appenzell NOSV mit 49,50 und Barmettler Pascal (2017), Alpnach OW mit 48,50 standen sich in der Kategorie D im Schlussgang gegenüber. Nach viereinhalb Minuten Schlussgangdauer gewinnt der Gast aus der Nordostschweiz, Fässler Tijs, mit Bodenhüfter gegen seinen Obwaldner Kontrahenten.

Kategorie Piccolo, Jahrgänge 2019/2020

In einem höchst umkämpften und begeisternden Schlussgang standen sich Koller Andreas (2019), SK Bürglen mit 49,00 und Michel Tim (2019), Kerns OW, gegenüber. Nach sechseinhalb Minuten konnte Michel Tim durch Überdrücken am Boden, den Kategoriensieg für sich entscheiden, diesen teilte er sich mit Gwerder Kilian (2019), Muotathal SZ, der seinen 6. Gang mit der Note 10,00 gewinnen konnte.

Das Flüeler Jungschwingen 2026 hat einmal mehr gezeigt, dass es im Nachwuchs nicht nur um Resultate geht. Es geht um Kameradschaft, um Fairness und um die Freude an einer tief verwurzelten Tradition und Sportart.

Nombre de lutteurs222
Nombre de spectateurs444
Site webhttp://uksf2026.ch

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  • Jauch Leandro in Aktion im Schlussgang
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